
Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch: PONS hat jetzt auch den Sprung ins Web 2.0 gewagt. Auf der Frankfurter Buchmesse stellte der Verlag gestern sein kostenloses Onlinewörterbuch vor.
Sätze / ganze Texte werden nicht übersetzt, sondern PONS konzentriert sich darauf, möglichst umfassend, die Wortbedeutung und die korrekte Verwendung eines Wortes in den fünf Fremdsprachen aufzuzeigen. Eine Übersetzung ist immer in "beide Sprach-Richtungen" möglich. Zusätzliche Features: Via Tonausgabe kann man sich die einzelnen Begriffe auch vorsprechen lassen, ein Bildwörterbuch liefert auf Wunsch die jeweils wort-passende optische Aufbereitung.
Das Wörterbuch lebt nicht nur von den derzeit mehr als 3,5 Millionen Stichwörtern aus der PONS-Lexik-Datenbank, die "beinahe täglich" aktualisiert wird, sondern ist auch ein Mitmachprojekt. Während die PONS-Einträge grün und an 1. Übersetzungs-Stelle aufscheinen, werden die der registrierten User direkt unterhalb platziert. Die Einträge der Benutzer werden zudem von der PONS-Redaktion überprüft.
"Die Entwicklungskosten für das Portal, so das Vorstandsmitglied der Klett-Gruppe Philipp Haußmann, hoffe man in zwei bis drei Jahren durch die Einnahmen aus Online-Inseraten wieder eingespielt zu haben." Quelle FAZ
Eine mobile Variante für Handys und Smartphones soll ca. ab Mitte November verfügbar sein.
"Die späte Reaktion auf das bereits 1995 gestartete Übersetzungs-Portal Leo ist nicht nur der erste große Schritt der Klett-Tochter ins Web 2.0, sondern vermutlich auch der Anfang eines langen Abschieds von Print-Wörterbüchern". [...] Der Tod der gedruckten Brockhaus-Enzyklopädie war der erste Schritt eines Teil-Rückzugs von Wissensverlagen. Möglicherweise ist PONS jetzt mit dem Online-Vorstoß in einem weiteren Bereich gefolgt." Quelle: Buchreport