
Man nehme einen Stoß Blätter, einen Stift und lasse sich von der Umgebung inspirieren. Und dabei gucke man besonders intellektuell drein… Nein, so beschaulich wie auf dem Foto hier geht es beim Bücherschreiben heutzutage leider nicht mehr zu. Natürlich kann man jahrelang mühsam an seinem Skript herumfeilen und wahre Kunst schaffen (wie das eine wenig erfolgreiche Bekannte von mir zu tun pflegte), aber eigentlich funktioniert es, zumindest bei Sachbüchern anders.
Zunächst überlegt man sich ein Thema, dann guckt man sich um, in welchen Verlag das passen würde. Das erfordert ein wenig Erfahrung, welcher Verlag welche Schwerpunkte setzt. Daraufhin schreibt man ein Konzept. Das soll nicht nur den Inhalt und eine möglichst ausgefeilte gliederung enthalten, sondern auch Verkaufsargumente und das Argument, was einen als Autor für dieses Buch besonders qualifiziert, denn das ist wieder ein Verkaufsargument. Der Fehler, den die meisten m.E. dabei machen, ist dass man zu sehr von sich ausgeht und glaubt, das eigene Werk wäre besonders wichtig. Viel mehr sollte man vom Markt, vom Leser ausgehen und sich danach richten, was dieser will. Unlängst las ich sogar hier über einen Autor, der den Titel seines Buches festlegte, indem er via Google-Ad-Words das beste Keyword herausfand. Auch eine Möglichkeit: Potenzielle leser über die Website einfach fragen, was sie wollen.