Wenn der Detektiv aufersteht, ist Gott nicht weit

Wenn der Detektiv aufersteht, ist Gott nicht weit

Wenn man eine Figur erfindet, sie jahrelang irgendwo vermodern lässt und dann wieder Auferstehung feiert, dann muss das Buch schon "Der brenner und der liebe Gott" heißen – wer sonst sollte denn eigentlich das Kunstwerk der Auferstehung bewirkt haben?

In Wahrheit war es natürlich der Erfinder aller Brenner, der Autor Wolf Haas, und er wurde von den "Salzburger Nachrichten" gefragt, ob es denn nun wohl ein Verkaufstrick sei, dass der liebe Gott nun gleich auf dem Titel vorkäme, statt sich züchtig – sagen wir einmal – zwischen Seite 152 und 153 zu verbergen. Nun müsste Wolf Haas nicht Wolf Haas sein, wenn er darauf nicht eine passende Antwort hätte, die ich meinen Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten will: "Ich hab mir gedacht, ich marschiere direkt auf die kaufkräftige Zielschicht Nonnen und Pastoralassistenten zu, und wenn die alle zum Brenner-Kult konvertieren, bin ich ein gemachter Mann".

Nun, im neuen Roman "Der Brenner und der liebe Gott" geht es natürlich auch um das klassische Thema, ohne das ein Krimi kaum auskommt: Morde aller Arten, insgesamt sieben an der Zahl, verpackt in allerlei wilden Machenschaften: Brenner eben.

Buch: 224 Seiten, bei Hoffmann und Campe soeben erscheinen (28. August 2009) ISBN: 3455401899

Zitat aus den Salzburger Nachrichten.


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