Kleines Update zur Einigung von ver.di und namhafter deutscher Verlage auf ein neues Vergütungsmodell für ÜbersetzerInnen:
Dem ausgehandelten Honorarmodell müsse jetzt noch am 20. September die Mitgliederversammlung des VdÜ, des Verbands der deutschsprachigen Übersetzer, zustimmen, schrieb ich gestern.
Dass diese Zustimmung erteilt wird, scheint eher unwahrscheinlich. In einem offenen Brief, veröffentlich auf perlentaucher.de, lehnen die Unterzeichner (100 Literaturübersetzer), die mit dem Verlag Random house vereinbarte Vergütungsregelung ab:
"Der jetzt vorliegende Vergütungsvorschlag bedeutet für die meisten Übersetzer keine Verbesserung ihrer Honorare, für viele sogar eine deutliche Verschlechterung. Die Höhe der Beteiligung am Erfolg und an der weiteren Nutzung übersetzter Werke ist unzureichend und bleibt weit hinter bisherigen Gerichtsurteilen zurück; die Seitenhonorare drohen hinter den Status Quo zurückzufallen; bis zu 20.000 Exemplare eines Titels können verkauft werden, ohne dass auch nur ein Cent Beteiligung fließt."