Verdammte Seitensprünge und kulturelle Unterschiede

Verdammte Seitensprünge und kulturelle Unterschiede

Die Vorweihnachtszeit ist Die Zeit der alkoholseligen Seitensprünge, die nach Weihnachtsfeiern dank starkem Aquavit- oder Genevergenuss immer wieder vorklommen. Doch offenbar gibt es nationale Unterschiede zwischen den Nationen – insbesondere zwischen Whiskyschluckern und Kognakgenießern – oder sagen wir besser gleich: zwischen Amerikanern und Franzosen.

Denn wenn in Frankreich jemand fremdgeht, ist dies eben eine Sache, die passiert – nicht schön, aber eben auch nicht ungewöhnlich. Die Glut lässt nach, und am Ende sind Monsieur und Madame wieder ein Paar, frönen wieder der Liebe und wissen: Irgendwann kreuzt wieder jemand sein leben – oder eben ihres.

Anders offenbar in den USA: Dort werden sofort die Brücken verbrannt – oder aber "Der Film ist vorbei, das Licht geht an. Nichts, was vorher war, ist mehr von Bestand". So jedenfalls hat es die Autorin des Buches "Fremdgehen: Die Regeln des Seitensprungs in aller Welt" gegenüber der FAZ gesagt – und sie sollte es wissen, lebte sie doch lange genug in beiden Ländern – und geforscht, recherchiert und fleißig geschrieben: "Kurzweilig erklärt sie die Gesetze des Seitensprungs und enthüllt erstaunliche nationale Unterschiede beim Fremdgehen", meint der Klappentexter des Buches. Falls Sie an Enthüllungen dieser Art interessiert sind (und wer würde nicht gerne mal in fremde Schlafzimmer schauen): Bitte schön.

Fremdgehen: die Regeln des Seitensprungs in aller Welt – von Pamela Druckermann. Aus dem Herbig-Verlag (erschienen August 2008) ISBN-13: 978-3776625837


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