
Wie funktioniert unser Gedächtnis? Welche Bedeutung haben Schlaf und Ernährung für seine Funktion? Wie unterscheidet man Langzeit-, Sach- und Arbeitsgedächtnis? Das komplexeste menschliche Organ ist ein faszinierendes Studienobjekt, insbesondere nachdem die Hirnforschung in den letzten Jahren atemberaubende Fortschritte gemacht hat. In diesem Buch, Unser Gedächtnis. Erinnern und Vergessen von bernard Croisile werden die Entwicklung des Gedächtnisses im Laufe des Lebens, die verschiedenen Gedächtnisformen, die Vorgänge beim Erinnern und Vergessen, Gedächtnisstrategien und die Ursachen für Gedächtnisprobleme und -krankheiten vorgestellt.
Da hat der Verlag, die Wissenschaftliche Buchgesellschaft, sonst nur auf Geisteswissenschaftler aboniert, mal ein ganz untypisches Werk herausgebracht – nämlich eines, das sich mit Neurobiologie beschäftigt und sich nicht nur an ein wissenschaftliches Publikum richtet. Mir hat es sehr gut gefallen: Alle Aspekte der Gedächtnisfunktion sind gut, auch für Laien verständlich erklärt. Eine übersichtliche Struktur und viele Abbildungen laden den Leser direkt ein. 170 Gedächtnisübungen und -spiele bieten einen vergnüglichen Anreiz, das eigene Gedächtnis zu erforschen. Glossar, Register, knappe Literaturhinweise und weiterführende Adressen runden den Band ab. Die reichhaltige Bebilderung, die klare optische Gliederung und die eingestreuten Anekdoten verführen zum Lesen, ohne dass auf den wissenschaftlichen Anspruch verzichtet wird. Dickes Lob an den Verlag – ein echter Glücksgriff. Übrigens: Zum Thema Gehirn habe ich hier s noch eine interessante Site gefunden: http://www.brainlogs.de/