Stadtschreiber: Der nahe Blick

Stadtschreiber: Der nahe Blick
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Gegenbesuch: 8 Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus der Türkei leben auf Einladung des Goethe-Instituts, in Kooperation mit acht Literaturhäusern, für einige Wochen in Deutschland und Ã-sterreich.

Yakın Bakış – der nahe Blick, so heißt das türkisch-deutsche Stadtschreiber-Projekt.

Die Stadtschreiber sollen aus dem städtischen Alltag einer für sie fremden Kultur berichten, für die Dauer ihres Aufenthalts in die Gesellschaft eintauchen und Erfahrungen sammeln, so beschreibt Clemens-Peter Haase, Leiter des Bereichs Literatur und Übersetzungsförderung in der Münchner Zentrale des Goethe-Instituts Yakın Bakış, Teilprojekt des Gastlandauftritts der Türkei auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Ein (dolmetschender) Betreuer steht jedem Autor bei seinem Aufenthalt im Gastland zur Seite.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres reisten acht deutschsprachige AutorInnen in die Türkei, lebten dort in der Millionenmetropole Istanbul oder in der Hafenstadt am Schwarzen Meer Trabzon – und führten Tagebuch: Die Demonstration der Kurden in der Innenstadt von Istanbul, ein Besuch bei der Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung fanden hier ebenso Platz wie Eindrücke von einer Travestie-Show oder der Besuch eines Fußballspiels von Trabzonspor.

Die deutschsprachigen Schriftsteller wurden von den Literaturhäusern für Yakın Bakış nominiert, die türkischen Autoren vom P.E.N. der Türkei vorgeschlagen. Nachdem zwei Schriftsteller aus der Türkei bereits im Juli und August ihren Stadtschreiber-Aufenthalt in München bzw. Köln absolvierten, haben die restlichen sechs vor drei Tagen, am 22. September, ihr jeweiliges Domizil in Deutschland bzw. Ã-sterreich bezogen. Von Stuttgart, Hamburg, Leipzig, Berlin oder auch Salzburg geht es dann weiter nach Frankfurt zur Buchmesse, wo die Türkei in diesem Jahr als Ehrengast im Mittelpunkt stehen wird. Die an Yakın Bakış beteiligten deutschen und türkischen Schriftstellerinnen werden bei verschiedenen Veranstaltungen über ihre Erfahrungen und Erlebnisse diskutieren.

Bereits online sind die Tagebucheinträge der deutschsprachigen AutorInnen sowie von Åžener Ã-zmen (München) Mahmut Temizyürek (Köln).


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