
… dies kritisiert der Generalsekretär der deutschen Schriftstellervereinigung PEN, Wilfried F. Schoeller und wirft den Sportfunktionären in Deutschland "politische Unterwürfigkeit" vor.
"Die Funktionäre hätten zunächst die Ã-ffentlichkeit über angebliche Zusagen der chinesischen Machthaber getäuscht und dann die vielfältigen Restriktionen mit «unsäglichem Gerede» vernebeln wollen, warf Schoeller den Vertretern des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) vor. Den deutschen Athleten sei mit einem «Knebelvertrag ein Maulkorb für vier Wochen» verpasst worden. Sie dürften weder journalistische Beiträge noch Internet-Tagebücher veröffentlichen, weil ihnen sonst der Ausschluss drohe. «Damit werden ihnen Grundrechte verwehrt», erklärte Schoeller." Quelle: Frankfurter Neue Presse
Das PEN-Zentrum hoffe nun darauf, dass die Athleten den Vorgaben des DOSB nicht Folge leisten. "Es sei der Stil von «Bananenrepublikanern», dem autoritären chinesischen Regime Entgegenkommen zu zeigen."
In China sind derzeit 40 Schriftstellerinnen und Schriftsteller inhaftiert. Um auf ihre Lage aufmerksam zu machen, initiierte der internationale PEN-verband im April eine "alternative" Olympiade, "The International PEN Poem Relay".
"June", ein Gedicht des chinesischen Journalisten und Schriftstellers Shi Tao, der derzeit eine zehnjährige Haftstrafe verbüßt, wurde virtuell einmal rund um den Globus geschickt und in 89 Sprachen übersetzt. Das Ziel, dass das Gedicht mitsamt seiner Verstärkung, den Übersetzungen, zu Beginn der Olympischen Spiele wieder die "Rückreise" nach Peking antreten solle, erfüllte sich jedoch nicht. Der Zugang zur Homepage ist in China nicht möglich.