Nachglühen von Jan Böttcher
abgelegt im Archiv Romane am 16.04.08

© polline
In der taz findet sich derzeit eine durchaus wohlwollende Rezension des neuen Romans von Jan böttcher. Dieser heißt "Nachglühen", ist im Rowohlt Verlag erschienen und erzählt die Geschichte zweier Heimkehrer in das kleine Dorf Stolpau an der Elbe:
Das Dorf Stolpau an der Elbe liegt im einstigen DDR-Sperrgebiet. Hierher sind zwei Mittdreißiger 17 Jahre nach der Wiedervereinigung zurückgekehrt; ihre Kindheit und Jugend haben sie in Stolpau verbracht. Jo Brüggemann ist Polizist in Hamburg und pflegt jetzt seinen Großvater Fritz. Jens Lewin war Journalist in Göttingen und ist mit seiner (West-)Frau Anne gekommen, um den "Deichkrug", die Gastwirtschaft seiner Eltern, zu übernehmen.
Dass neben der Erinnerung an die Kindheit nach und nach auch die Nachwehen der DDR-Vergangenheit zu spüren sind, erscheint mehr als nachvollziehbar. Klar, dass ein solcher "Neuanfang" auf Dauer nicht gut gehen kann, denn die Atmosphäre im Dorf ist einfach zu düster, zumindest für Jens und Anne:
Erstaunlich ist die Präzision, mit der die Dorfatmosphäre, die Stimmung der späten DDR und das Sperrgebietsgrenzdorfkinderzimmer" beschrieben werden: Ja, genau so war es.
Interessanterweise stammt der Autor zwar aus der Generation (Jahrgang 1973) ist allerdings in Lüneburg geboren. Umso erstaunlicher ist es, dass das Porträt der Ex-DDR-Realität so gut gelungen ist.

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Permalink: Nachglühen von Jan Böttcher
Tags: DDR Nachglühen Jan Böttcher Buch Roman Rowohlt
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