Lohnt es sich, ein Buch zu schreiben?

Lohnt es sich, ein Buch zu schreiben?

Eine recht gute Bekannte von mir schrieb vor Jahren ein Buch, das sie in einem dieser Verlage unterbrachte, die ein bisschen am Rande siedeln und in denen jeder Glücksritter versucht, seine Meinung über die Welt kundzutun.

Nun allerdings hat sie einen "richtigen" offiziellen Verleger für ihr neues Buch gefunden, was mir mal wieder sagt: Schreiben, schreiben, schreiben – und es dann einfach einmal zu veröffentlichen – das Internet macht es ja möglich.

Autoren können sich heute selten auf den Standpunkt stellen: "Hoppla, da bin ich, hier sind meine tollen Werke – nun verlegt sie mal". Es ist im Kleinen wie im Großen so, dass man erst geben muss, bevor man nehmen kann, altmodisch ausgedrückt: "Erst dienen, dann verdienen".

Wer sich fragt, ob es sich lohnt, Bücher zu schreiben oder auch nur Zeitungsartikel zu verfassen, der wird nicht weit kommen mit seiner Tätigkeit. Das Geld fließt spärlich, und auch mit dem Ruhm ist es nicht weit her: Nur wenige Namen erreichen die Bestsellerliste – und die meisten Autoren belieben auf ewig namenlos.

Wer für Zeitungen oder Internetpublikationen schreibt, wird auch dies wissen: Nur die wenigsten Leser kennen den Namen des Autors – ja, viele Zeitungsabonnenten kennen nicht einmal den Namen des Chefredakteurs. Nun, wenn der schon ohne Ruhm bleibt, wie soll es dann erst uns ergehen?

Foto Quelle chez_sugi

1 Kommentar zu „Lohnt es sich, ein Buch zu schreiben?“

  • Ich denke, beim Schreiben muß der Spaß im Vordergrund stehen. Aber hier herrscht nach wie vor eine sehr verklärte Sicht in der Bevölkerung. Viele glauben, bloß weil ein Buch verlegt wurde, ist man schon reich und berühmt. Nun – davon ist man weit entfernt. Ich weiß nicht, wie oft ich auf mein erstes Buch (meine Diplomarbeit) angesprochen werde. Oh – wie toll! Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Das Thema ist ein absolutes Spezialthema, das Buch erschien erst drei Jahre nach Vollendung meiner Diplomarbeit und der Verlag traut sich 79 Euro pro Buch zu nehmen. Wer soll das kaufen? Wenige Exemplare waren’s doch – zum Reich werden aber zu wenig.

    Aber das Belegexemplar macht sich im Bücherschrank gut und mir hat’s einen riesen Spaß gemacht :-)

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