Kleist-Preis für Max Goldt

Kleist-Preis für Max Goldt
© habi

Polemik als Hauptberuf – so könnte man das Leben und Wirken des unter anderem Titanic-Autors Max Goldt beschreiben. Doch dass man mit teilweise absurden Texten, Essays und Titeln wie Mein äußerst schwer erziehbarer schwuler Schwager aus der Schweiz (1984) oder auch Ein Wochenende in Bad Blut Erfolg haben kann, ist nicht erst seit gestern bekannt. Nun erhält Goldt den begehrten Kleist-Preis der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft Berlin und bei MZ-Web heißt es hierzu:

Der 1958 in Göttingen geborene Goldt habe als Kolumnist der Zeitschrift «Titanic», Essayist und Prosakünstler den deutschen Alltag bis «zur Kenntlichkeit entstellt», hieß es zur Begründung. Mit seinem Witz, Scharfsinn und ästhetischen Urteilsvermögen sei er dem Sprachkritiker Karl Kraus (1874-1936) vergleichbar.

Wahrlich große Schuhe, in denen der ehemalige foyer Des Arts Sänger nun gehen darf, denn die vorherigen Preisträger waren Alexander Kluge, Thomas Brasch, Heiner Müller, Martin Mosebach und zuletzt Wilhelm Genazino.

Da kann man sich nur wundern aber durchaus auch gratulieren.


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