
… fragte Elke Heidenreich gestern abend in der SWR-Sendung "Leute". Verursacher aller Kritik ist, wieder einmal, der Buchpreis. Nachdem Daniel Kehlmann erst vor knapp drei Wochen eine Abschaffung des Deutschen Buchpreises gefordert hatte, legte nun die Autorin und einflussreiche Lesen!-Frontfrau Elke Heidenreich am Freitag nach:
"Ich halte den Corine Buchpreis und auch den Deutschen Buchpreis für völligen Schwachsinn" [...]Sie selbst würde sich an derartigen Wettbewerben nicht beteiligen. "Ich finde ohnehin, dass sehr viel verlegt wird, manchmal sogar zu viel", kritisierte Heidenreich."
Und genau an letztem Punkt, dem "zu viel" hakt Jörg Magenau, leitender Literatur-Redakteur des Berliner "Magazins" ein – und kommt zu einer genau gegenteiligen Schlussfolgerung:
"Der Deutsche Buchpreis ist genau die Auszeichnung, die der Markt braucht und die ein ahnungsloses Publikum verdient. Er ist Medizin für alle, die in Buchhandlungen akute Schwindelanfälle erleiden. Er lenkt die Aufmerksamkeit durch Selektion und Reduktion, leistet also genau das, was man dort so schmerzlich vermisst."
Verliehen wird er in jedem Fall, der Buchpreis, am 13. Oktober, zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse, und das in diesem Jahr zum vierten Mal mit garantiert hoch aktiver, medialer Aufmerksamkeit …