Nach einer Meldung der SZ hat der traditionsreiche Berliner Verlag heute beim Amtsgericht Charlottenburg Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen Überschuldung gestellt.
"Hintergrund ist ein jahrelanger Rechtsstreit mit der früheren Treuhandanstalt um die tatsächlichen Eigentumsrechte beim Verkauf des Aufbau-Verlags nach dem Ende der DDR. [...]Über die Fortführung der Geschäftstätigkeit soll jetzt der Insolvenzverwalter entscheiden. Laut Geschäftsführung solle der 'traditionsreiche und operativ erfolgreiche Verlag' erhalten werden."
Ein langwieriger interner Streit im Haus der Verlagsgruppe, bei der Schriftsteller von Jane austen über Bertolt Brecht, Theodor Fontane bis Arnold Zweig verlegt werden, scheint derzeit vorprogrammiert. Die beiden Geschäftsführer Tom Erben und René Strien werfen dem Verleger Bernd F. Lukewitz nicht nur vor, dass die Insolvenz-Ankündigung nicht mit ihnen abgestimmt worden sei, sondern auch, dass der Verleger nicht zu früheren Zusagen über die Finanzierung der Aufbau-Verlagsgruppe stehen würde.