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Romane
von sehpferd am 24.07.09

Nun, dann entstehen Geschichten - vom Reichtum, von gescheiterten Ehen und sinnlichen Paaren in der "Mondscheinbucht" der Insel. Sie sind zu lesen in Herbert Rosendorfer Buch "Der Mann mit den goldenen Ohren". Der nunmehr 75-jährige Schriftsteller ist vor allem ein feiner Beobachter der Realität und verarbeitet seine Lebenserfahrung in literarisch hochstehender Art und Weise - und dabei doch beschwingt und mit leichter Hand, sodass man sein Buch durchaus als Sommerlektüre empfehlen kann. Wer würde nicht an einem Regentag an den Stränden der Nord- oder Ostsee von der Liebe in Mondscheinbuchten träumen? Hinzu kommen Anklänge an die Realität, die der Autor klug zu verfremden weiß, sodass wir die Personen nicht eindeutig identifizieren können, aber glauben, sie doch schon einmal im in einem Fernsehinterview gesehen zu haben.
Der Autor verfügt über eine Kunst, die es dem Leser leicht macht, ihm zu folgen - er versteht es, schnell und sicher ein Bild der Person zu skizzieren, aus dem sich der Leser ein lebhaftes, dreidimensionales Bild zusammensetzen kann. Wer so unterhaltsam schreibt und dabei so scharfsinnig ist, dürfte ein breites Lesepublikum verdienen - und schon deshalb empfehle ich: Packen Sie das Buch in den Urlaubskoffer - es muss ja nicht immer ein Krimi oder eine Liebesgeschichte sein.
Die gebundene Ausgabe mit 247 Seiten erschien im Verlag: Kiepenheuer & Witsch im Februar 2009.
Permalink: Im Urlaub: „Der Mann mit den goldenen Ohren“
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Wong
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