Harvard: Belletristik für Manager
abgelegt im Archiv Dies & das am 23.05.08

© pokpok313
Warum sollte sich ein Manager mit belletristik abgeben? Diese Frage ist durchaus berechtigt, denn so richtig Mehrwert produziert die Beschäftigung mit der "schönen Literatur" nun wirklich nicht, zumindest nicht in monetärer Hinsicht. Trotzdem bietet die renommierte Harvard Business School seit mittlerweile 20 Jahren einen Literaturkurs unter dem Namen "The Moral Leader" an. Der Name mutet ein wenig seltsam an, denn ob Top-Manager unbedingt auch zu den moralischen Führungskräften eines Landes gehören, wage ich mal zu bezweifeln. Trotzdem lesen wir zu diesem Kurs:
In dieser Zeit hat Kursleiterin Sandra J. Sucher ihren Studenten einen breiten Kanon an Belletristik und Sachbüchern vorgestellt, um den Führungskräften tiefgründige und wirkmächtige Lektionen zum Thema Leadership zu bieten.
Das Manager-Magazin hat die Dozentin interviewt und unternimmt den Versuch, den Zusammenhang zwischen Literatur und Management zu durchleuchten. Zitat:
Die Bücher, die wir lesen, haben nichts mit Wirtschaft zu tun. Darum können die Führungskräfte im Kurs von ihren vorgefertigten Meinungen abrücken. Nach längerem Nachdenken erkennen sie vielleicht auch, inwiefern ihre eigenen Entscheidungen jenen in den Büchern ähneln.
Ob diese Form der Weiterbildung dann auch in der Praxis Früchte trägt, geht aus dem Interview leider nicht hervor.

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Permalink: Harvard: Belletristik für Manager
Tags: Literatur Management Harvard Kurs Moral Leadership
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