Haben klassische Wörterbücher und Lexika ausgedient?

Haben klassische Wörterbücher und Lexika ausgedient?

Neulich habe ich einer Freundin mein Bücher-Zimmer gezeigt, denn sie wollte sich ein gutes Buch von mir leihen. Während wir vor den Bücherregalen standen und ich ihr eine Zusammenfassung einiger Romane gab, fiel ihr Blick auf meine Wörterbücher und Lexika. Dort standen mein Brockhaus, die Sprach-Wörterbücher, ein Fremdwörterlexikon und mein Literaturlexikon. Und als ich die großen Wälzer dort so stehen sah, fiel mir auf, wie lange es her war, dass ich eines dieser Bücher in den Händen hielt. Denn so sehr ich das gedruckte Buch auch liebe, im Bereich der Wörterbücher und Lexika greife ich inzwischen ausschließlich auf das Internet zurück. Das geht ja auch viel schneller! Die entsprechenden Seiten habe ich als Lesezeichen in meinem Internetbrowser gespeichert und ich muss das gesuchte Wort nur noch in die Suchleiste schreiben und auf Enter drücken – "schwupps" ist das Ergebnis auf meinem Bildschirm. Bis ich mein Lexikon aus dem Regal genommen habe und das Wort manuell gesucht habe, habe ich das Ergebnis im Internet schon drei Mal gefunden.

So sehr die vielen Literaturliebhaber auch immer auf die elektronischen Bücher schimpfen, ich muss sagen, im Bereich der Wörterbücher und Lexika sind die Onlineausgaben eine wirkliche Errungenschaft. Und ich habe auch gar kein schlechtes Gewissen, dass ich die gedruckten Ausgaben nicht mehr bzw. kaum noch benutze und stattdessen auf das World Wide Web zurückgreife. Wie geht es Ihnen?


Foto Quelle me vs gutenberg

Kommentieren

Impressum