Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht an Anselm Kiefer

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht an Anselm Kiefer
© rpk

Die Frankfurter Buchmesse im Oktober wirft ihre Schatten voraus: Heute wurde der diesjährige Preisträger des seit 1950 verliehenen Friedenspreises des Deutschen Buchhandels bekannt gegeben: Am 19. Oktober erhält der Maler und Bildhauer anselm kiefer die mit 25.000 EURO dotierte Auszeichnung zum Abschluss der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Die Verleihung findet traditionsgemäß in der Frankfurter Paulskirche statt.

Damit wird erstmals in der Geschichte dieser renommierten Kulturauszeichnung ein bildender Künstler mit dem Friedenspreis geehrt. Der Stiftungsrat begründet seine Wahl damit, dass mit Anselm Kiefer ein Künstler ausgezeichnet werde, "der seine Zeit mit der störenden moralischen Botschaft vom Ruinösen und Vergänglichen konfrontiert." Außerdem: "Die starke Resonanz seines Werks beruht auf der Fähigkeit, für die zeitlosen und für die akuten Themen, die Anselm Kiefer behandelt, eine Bildsprache zu entwickeln, die aus dem Betrachter auch einen Leser macht." – heißt es in der Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

"Kiefer gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Er wurde am 8. März 1945 in Donaueschingen geboren und studierte Malerei bei Joseph Beuys. In seinen Anfangsjahren setzte er sich mit deutscher Identität, germanischer Mythologie und ihrem Missbrauch durch die Nationalsozialisten auseinander. 1993 ging Kiefer nach Frankreich, wo er sich seitdem viel mit jüdischer Mystik beschäftigt." Quelle: Tagesschau.de


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