Frankfurter Hölderlin-Ausgabe abgeschlossen

Frankfurter Hölderlin-Ausgabe abgeschlossen
© ute.mueller

Wie schreibt man über einen Autor, der einem nun wirklich nichts zu sagen hat? Am besten gar nicht, doch komme ich in diesem Fall einfach nicht umhin, die großartige Arbeit zu würdigen, die dietrich Eberhard Sattler mit seiner Hölderin-Gesamtausgabe geleistet hat.

Als Laie würde ich sagen, dass Hölderin – bei allem nötigen Respekt – ein Irrer war. Doch füge ich mich dann doch gerne dem Urteil des Herausgebers, der sich schließlich 33 Jahre lang mit dem Autor befasst hat. Dieser schreibt, dass es sich bei Hölderlins Zustand nicht um "Wahnsinn" sondern um "Wahrsinn" gehandelt habe. Weiter lesen wir zu der Ausgabe, deren 20. und letzter Band im Sommer erscheinen soll:

In seiner Ausgabe werden nicht nur die (immer vom Zerfall bedrohten) Handschriften faksimiliert wiedergegeben, sondern vor allem verschiedene Text-Schichtungen, Varianten, Verwerfungen, Überarbeitungen sichtbar gemacht, in unterschiedlicher typografischer Gestaltung, bevor sie dann historisch-kritisch kommentiert werden. (Quelle: Deutschlandradio)

Generation von Germanisten werden vermutlich ihre Freude an dieser Ausgabe haben, die offensichtlich durchaus mit der Friedrich Beißner mithalten kann.


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