
Kaum eine andere Zielgruppe ist in der letzten Zeit so umworben wie die Senioren. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Gesellschaft immer älter wird und die Generation 60+ mehr und mehr in den Vordergrund tritt. In Dortmund sind mittlerweile 25 Prozent der Menschen älter als 60, was die Stadt- und Landesbibliothek dazu gebracht hat, ihr Angebot umfassend auszuweiten. Glaubt man den Ruhrnachrichten, so haben die Dortmunder geradezu Pionierarbeit geleistet, wie beispielsweise den "Mobilen Bibliotheksdienst". konkret bedeutet das, dass ein Anruf genügt, um ein Buch via Kurier ins Haus geliefert zu bekommen.
Damit nicht genug:
Einmal pro Woche sollen künftig "Ausleihbegleiter" zur Verfügung stehen. "Ein neues Angebot sind die Lesepaten", so Karola Garling. "Sie stellen Bücher vor, in der Bibliothek oder dort, wo sich viele Ältere treffen." Auch ganz neue Treffpunkte sollen entstehen. Der Verein "proKULTUR" ist einer der Verbände, die sich am Angebot der Bibliotheken beteiligen. Und will nun einen Literaturkreis einrichten.
Reaktionen gibt es bislang keine, doch gehe ich fest davon aus, dass dies erst der Anfang ist. Anderen Bibliotheken bleibt nichts anderes übrig als mitzuziehen, um die Zielgruppe 60+ nicht völlig aus den Augen zu verlieren. Das Tolle am Dortmunder Modell aber ist, dass die einzelnen Initiativen direkt aus den Wünschen älterer Leserinnen und Leser entstanden sind. Vorbildlich!