Deutsches PEN-Zentrum: Verfolgte Autoren

Deutsches PEN-Zentrum: Verfolgte Autoren
© quiroso

In der vergangenen Woche lud das PEN-Zentrum Deutschland
zur Jahrestagung nach Speyer. Zentrales Thema vom 29. Mai bis 1. Juni: Bedrohten helfen – in Freiheit schreiben. Die Zahlen, die der Präsident des deutschen PEN-Zentrums, Johano Strasser, vorlegte, zeichnen ein düsteres Bild: Im Jahr 2007 wurden weltweit 18 Autoren aufgrund ihrer schriftstellerischen Tätigkeit getötet, weitere 18 Autoren seien spurlos verschwunden, 217 Schriftsteller wurden inhaftiert, 231 bedroht und 109 vorübergehend festgenommen, zitiert Der Standard aus einer dpa-Meldung.

Wie kann der PEN verfolgten Schriftstellern helfen? Im Interview mit Sabine Beckmann vom RBB verweist Johano Strasser darauf, dass ein öffentlich machen der Fälle für viele bedrohte Autoren bereits eine gewisse Schutzfunktion ausüben könne. Darüber hinaus unterstütze der PEN die Angehörigen inhaftierter Schriftsteller auch mit kleineren Geldbeträgen, um so entstandene finanzielle Notlagen zu lindern.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand in Speyer eine Diskussion über die Soziale Lage der Autoren. Drastische Worte für die prekäre soziale Situation deutscher Autoren fand der deutsche PEN-Generalsekretär Wilfried F. Schoeller. Diese sei in vielen Fällen "haltlos".

"Viele unserer Kolleginnen und Kollegen (…) leben im Minimalstatus von hartz-IV-Empfängern, allerdings ohne staatliche Zuwendung." Quelle: Waldeckische Landeszeitung / Frankenberger Zeitung


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