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von Adele am 26.06.08

© emdot
Und doch entgeht demjenigen etwas, der sich die aktuelle Juni/Juli-Ausgabe nur am Bildschirm zu Gemüte geführt. Grund ist das Titelthema: "Blind sein - blind schreiben".
Herausgeberin Sandra Uschtrin:
"Unsere Sehgewohnheiten und Sichtweisen werden geprägt von dem, was unsere Augen zu sehen bekommen - und was nicht. Was aber, wenn wir über unseren Sehsinn nichts (mehr) wahrnehmen (können)? [...] Hören [wir] plötzlich genauer hin? Schmecken einzelnen Worten nach und entdecken dabei vielleicht einen Beigeschmack, den wir so bisher noch gar nicht bemerkt hatten?"
Beihefter der Print-Ausgabe ist ein Überblick über die Blindenschrift Braille. Und da kann jeder Sehende einmal austesten, wie sich Buchstaben anfühlen können und ob es überhaupt gelingt, aus den sechs unterschiedlich angeordneten Punkten tatsächlich die korrekte Übersetzung in den jeweils zugeordneten Buchstaben zu ertasten.
Im Heft selbst kommen u.a. der blinde Autor Robert Huber zu Wort, der die Leser mit auf seine "Kopfreisen" nimmt und Jennifer Sonntag berichtet über die von ihr veranstalteten Dunkel-Lesungen.
Permalink: Buchstaben zum Anfassen
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Wong
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