Büchner-Preis an Josef Winkler

Büchner-Preis an Josef Winkler
© Scoobay

Die wichtigste deutsche Literaturauszeichnung, der Georg-Büchner-Preis, geht in diesem Jahr an den österreichischen Schriftsteller Josef Winkler. Die Auszeichnung ist mit 40.000 EURO dotiert und wird dem Autor am 1. November in Darmstadt überreicht.

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung begründete ihre Entscheidung damit, dass Winkler "auf die Katastrophen seiner katholischen Dorfkindheit mit Büchern reagiert, deren obsessive Dringlichkeit einzigartig ist. Was Winkler seit seinem ersten Roman 'Menschenkind' (1979) in einer barock-expressiven Sprache immer neu anklagt, bildet zugleich das produktive Element einer Hassliebe, in der Blasphemie und Frömmigkeit, Todessehnsucht und Todesangst sich zu einem bewegenden Abgesang auf eine untergehende Welt vereinen."

"Der diesjährige Büchner-Preisträger Josef Winkler (55) begann seine langjährige Karriere als Schriftsteller bereits 1979, als er beim renommierten Ingeborg-bachmann-Wettbewerb den Verleger Preis für seinen Roman "Menschenkind" (Suhrkamp) erhielt. Winkler wuchs im ländlichen und tief-katholischen Kärnten auf. Sein Werk befasst sich mit Katholizismus und Homosexualität und es spiegelt die Ambivalenz zwischen der dörflichen Enge und seinem eigenen Lebensentwurf wider. Winkler lebt zurzeit in Klagenfurt, ist verheiratet und hat zwei Kinder." Quelle: Berliner Literaturkritik

Seit 1951 wird der Georg-Büchner-Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen. "Zur Verleihung können Schriftsteller und Dichter vorgeschlagen werden, die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben", heißt es in der Satzung. Zu den Preisträgern seit 1951 gehören Gottfried Benn, Max Frisch, Friedrich Dürrematt oder auch Elfriede Jelinek.


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