Aufbau-Verlag: Die nächste Runde ist eröffnet

Aufbau-Verlag: Die nächste Runde ist eröffnet
© Piccola Faccia

Wie bereits berichtet,
hat Freitag vergangener Woche Verleger Bernd F. Lunkewitz für den Aufbau-Verlag insolvenz beantragt.

"Hintergrund des Konflikts ist ein seit Jahren andauernder Rechtsstreit über den Verkauf des einst bedeutendsten Verlages der DDR nach der Wende. Die Treuhandanstalt hatte das Haus 1991 an eine Investorengruppe um Lunkewitz veräußert, obwohl sie nicht im Besitz der Eigentumsrechte war, wie zuletzt ein Beschluss des Bundesgerichtshofes (BGH) Anfang März bestätigte" , meldete newsroom.at.

In einem offenen Brief wehrt sich nun einer der Geschäftsführer, René Strien, gegen das Vorgehen von Lunkewitz. Er wirft ihm vor, den Aufbau-Verlag mit diesem Schritt, dem Beantragen der Insolvenz, verraten zu haben und das, obwohl Lunkewitz den Verlag einst als "sein Leben" bezeichnet habe.

Aus der Sicht eines Autors kommentiert Karl Olsberg in seinem Blog das verworrene Geschehen, hier findet sich auch der Hinweis auf den offenen Brief von Strien sowie ein Link zu einer Stellungnahme von Verleger Lunkewitz. Olsberg, der im Aufbau-Verlag unter diesem Pseudonym bereits mehrere Thriller veröffentlich hat, verweist auch auf die Leidtragenden des Geschehens: Die rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Aufbau-Verlags.

Im aktuellen Federwelt -Newsletter von Titus Müller heißt es dazu:

"Die Geschäftsführung betonte in einer Pressekonferenz, die Insolvenz sei allein in den Altschulden begründet und betreffe nicht das laufende Verlagsgeschäft. [...] Es sind keine Kündigungen geplant. Auch das Herbstprogramm wird erscheinen wie angekündigt. Die Verlagsvertreter haben ihre Reise zu den Buchhandlungen begonnen. Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll eine Autorenversammlung das Vertrauen der Autoren zurückgewinnen."


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