Amstetten und die Literatur
abgelegt im Archiv Dies & das am 16.05.08

© prw_silvan
Ich habe es gleich gedacht, wollte es aber nicht so ausformulieren. amstetten wurde literarisch vorweg genommen. Zwar hatte ich eher an "Amras" von Thomas Bernhard gedacht, wo es über die beiden Protagonisten heißt:
Nach dem Selbstmord unserer Eltern waren wir zweieinhalb Monate in dem Turm eingesperrt, in dem Wahrzeichen unseres Vorortes Amras, das nur durch den großen, in südlicher Richtung hinauf an das Urgestein führenden Apfelgarten, vor Jahren noch ein Besitz unseres Vaters, zugänglich ist.
Auch in Franz Innerhofers beklemmenden Erinnerungen "Schöne Tage" oder auch "Schattseite" wird meines Wissens eingesperrt, doch lasse ich nun lieber den Experten zu Wort kommen.
Dieser heißt Ritchie Robertson vom St. John's College in Oxford und hat nun eine Abhandlung über fiktive Vorfahren des Josef F(ritzl). verfasst. So schreibt "Die Presse":
Von Johann Nestroy und Ferdinand Raimund über Adalbert Stifter, Elias Canetti oder Sigmund Freud bis zu Elfriede Jelinek sei der österreichischen Literatur "der Faktor der patriarchalen Autorität" und ihres Missbrauchs gemein, Josef F. "existierte in der Literatur, bevor er im Leben existierte."
Ob man daraus unbedingt eine "kulturelle Matrix" herauslesen kann oder nicht, möchte ich an dieser Stelle nicht beurteilen. Auffällig ist es diese Häufung indes schon ...

© prw_silvan
Permalink: Amstetten und die Literatur
Tags: Amstetten Literatur Österreich
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