Alternative Kinderbuch?

Alternative Kinderbuch?

Kinderbücher haben einen großen Vorteil: Man kommt nicht in Gefahr, in die Hände von Literaturkritikern zu fallen, die ihre bedenklichen Blicke bald auf diesen, bald auf jenen Aspekt lenken und letztendlich darauf verweisen, dass es schon zu viel desgleichen gäbe.

Man schreibt vielmehr für ein jugendliches Publikum, das entweder Spaß am Lesen hat oder eben nicht – und gelegentlich dürfen die jungen Leserinnen und Leser sich dann auch zu Autoren mausern. Der Sach- und Kinderbuchautor Matthias Hoppe heckt so etwas zum Beispiel aus. Er hat für Kinder vier Geschichtenanfänge zu Sommerthemen geschrieben mit dem Ziel, die Kinder zu veranlassen, dazu Fortsetzungen zu schreiben.

"Schreiben", so sagte der Autor der "Augsburger Allgemeinen", könne ein richtiges Abenteuer sein, und er gibt zu, dass auch er nicht immer planvoll vorgeht. "Manchmal", so sinnierte er, schösse etwas völlig anderes durch sein Hirn, und die Geschichte nähme eine Wendung, die so gar nicht vorgesehen war.

Eine schöne Idee, wie ich finde, und sicher nicht nur für die Autorinnen und Autoren von Kinderbüchern. Ich habe mich manchen Tag hingesetzt, und einen Artikel geschrieben, der am Ende völlig anders ausfiel, als ich ihn geplant hatte – und warum sollten Sie dann nicht eine Kurzgeschichte schreiben, bei der nicht nur der Held einen Glückswandel erlebt, sondern eben auch Sie selbst?

Weil ich gerade dabei bin: Wäre es nicht schön, wenn Sie einmal ein Kinderbuch für Ihre Kinder oder Enkel schreiben würden? Was macht es schon aus, wenn es "nur für sie" ist?

Quelle: Augsburger Allgemeine


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